Amurs – gebaute Liebschaften

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Amurs - gebaute Liebschaften

Architekturen von Bearth & Deplazes im Künstlerhaus Marktoberdorf vom 02.02. bis 13.05.

Die Ausstellung „Amurs“ (Liebschaften) zeigt die Leidenschaft für Architektur von Bearth & Deplazes. Im Mittelpunkt steht das Künstlerhaus Marktoberdorf, das sich seine eigene Architektur einverleibt sowie weitere Architekturprojekte der bekannten Schweizer Architekten: die neue Monte Rosa Hütte in Zermatt, die Sesselbahn Carmenna in Arosa, das Turmhaus in Sevgein, das Haus auf Sechs Pfeilern in Schaan, das Bundesstrafgericht in Bellinzona, das Hallenbad, Spa & Sportzentrum in St. Moritz, das Weingut Gantenbein in Fläsch, den ÖKK-Hauptsitz in Landquart.

Die Bauten werden anhand großformatiger, hinterleuchteter Fotografien von Ralph Feiner und von Tonatiuh Ambrosetti vorgestellt, in denen der Landschafts- und Ortsbezug anschaulich zum Ausdruck kommt. Die Ausstellung „Amurs“ vereint Architektur, Fotografie, Raum und Licht zu einer sinnlichen Erfahrung.

Das Architekturbüro wurde 1988 in Chur von Valentin Bearth und Andrea Deplazes gegründet. Seit 2005 ist Daniel Ladner der dritte Partner. Im Spannungsfeld typologischer Recherchen und traditioneller wie zeitgenössischer Baupraktiken entwickelten die Partner ein eigenes Werk und prägen seitdem die Schweizer Architekturszene.

Ein wichtiges Charakteristikum ihrer Architektur ist die sorgfältige Wahl der Baumaterialien – wie etwa Holz, Sichtbeton, Glas, Metall – und der stete Dialog mit dem örtlichen Umfeld. So heben beispielsweise Glasfronten sowohl durch Spiegelungen als auch durch Transparenz die Grenzen zwischen Innen und Außen auf: Zum einen wird die Landschaft durch Spiegelungen reflektiert, zum anderen wird Sie durch die Transparenz in das Rauminnere gezogen. Diese enge Verknüpfung der Bauten mit der Umgebung wird durch die Fotografien besonders deutlich. Die Gebäude – wie etwa die neue Monte Rosa Hütte in Zermatt – scheinen mit der Landschaft zu verschmelzen oder heben sich – wie das Künstlerhaus Marktoberdorf – markant ab, ohne dabei das örtliche Umfeld in seiner Harmonie zu stören.

Es geht um Verortung, im übertragenen und im wörtlichen Sinn: Verortung in einer Kultur und Verortung an einem spezifischen Ort. Ob Wohnhäuser, Bürogebäude oder öffentliche Bauten, sie alle erzeugen einen spannungsvollen Dialog zum unmittelbaren Kontext. Die Architekturen erschaffen eine physische Präsenz, die bezweckt und fördert, dass sich Menschen mit einem Ort anregend identifizieren können.
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