1. Kongress HolzBauWirtschaft

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1. Kongress HolzBauWirtschaft

Bauwirtschaftliche Ansätze und Prozesse in Planung, Fertigung und Baubetrieb

Systematisches Arbeiten betreffend, hinkt der Bausektor den meisten Branchen teilweise weit hinterher. Mit dem modernen Holzbau hält eine neue Arbeitsweise im Bausektor Einzug. Die Unternehmen besitzen einen modernen Maschinenpark mit hoher Automatisierung. Die gesamte Prozesskette, von der Planung bis zum realisierten Projekt, ist häufig noch sehr traditionell. Entsprechend niedrig ist die Rentabilität der meisten Firmen. Fachleute haben diesen Mangel schon vor langer Zeit erkannt, dem weitgehend gewerblich organisierten Unternehmen fällt es hingegen schwer, ihn zu beheben.

Der gängige Arbeitsalltag in einem neuen Werk bedeutet, dass jeder Arbeitsplatz mit einem Monitor ausgestattet ist, der den Arbeitern die notwendigen Informationen zum Bauelement übermittelt. Es wird kaum mehr mit auf Papier ausgedruckte Angaben gearbeitet. Einzelne Arbeitsschritte sind genau definiert und in 3-D-Modellen festgehalten. Um die Produktivität und Qualität zu erhöhen, fertigen die Unternehmen vermehrt Elemente in Fabriken vor und reduzieren den Anteil der auf der Baustelle zu erledigten Tätigkeiten.

Für Arbeitskräfte aus der produzierenden Industrie mögen solche Vorschläge nichts Neues darstellen; eine hohe Arbeitsteilung und die Unterstützung durch moderne Technik gehören dort seit einiger Zeit schon zum Alltag. In der Baubranche sieht das aber noch anders aus. Statt mit dreidimensionalen Modellen hantieren die Angestellten meist immer noch mit riesigen Bauplänen. Die Vorteile, welche die Digitalisierung bietet, kommen noch nicht zum Tragen. Technisch ist es möglich, dass ein Bau in allen Details am Computer entsteht. Das Building Information Modelling (BIM) wird im deutschsprachigen Raum allerdings erst bei einzelnen Grossprojekten angewendet. So fallen Entscheidungen weiterhin häufig spontan auf der Baustelle statt bereits in der Planungsphase, wie das vernünftig wäre. Die Implementierung der digitalen Kette in den gesamten Planungs- und Produktionsprozess stellt eine grosse Chance für den Holzbau dar.

Obwohl der Holzbau dem Massivbau punkto Logistik voraus ist, profitiert er erst beschränkt von einem Kostenvorteil. Bislang sind bei einem Holzbau vor allem die Materialaufwendungen höher, so dass er bei den reinen Herstellungskosten einen Nachteil aufweist. Eine Gesamtbetrachtung der Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes sollte daher über dessen gesamte Lebensdauer erstellt werden und die ökologischen Vorteile miteinbeziehen.

Bekommt der Holzbau seine Prozesskosten besser in den Griff, erfolgt eine gerechte Gesamtbewertung über die Lebensdauer eines Bauwerkes und werden die ökologischen Vorteile mit einbezogen, wird der Steigerungslauf der letzten Jahre weiter fortgesetzt und HOLZ wird der Bau- und Werkstoff des 21. Jahrhunderts werden.

Mehr Informationen zum Programm und Anmeldung gibt es auf der Seite: http://www.forum-holzbau.com/HBW

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