Über das Projekt

Holzforum Allgäu e. V. :: Über das Projekt

Netzwerk Wald und Holz im Allgäu

Gemeinsam mehr erreichen

Die Wirtschafts- und Tatkraft der Allgäuer Wald- und Holzwirtschaft hat bereits einige besondere Strukturverbesserungsinitiativen mit Hilfe der ersten zwei Leader plus Programme geboren. Doch fehlt bisher eine professionell aufgestellte Koordinationsstelle für branchenübergreifende Vorhaben entlang der Wertschöpfungskette Wald-Holz. Hier kommt der Holzforum Allgäu e.V. ins Spiel. Wir wollen zukünftig diese Koordinationsstelle sein!

Die Allgäuer Wald- und Holzwirtschaft befindet sich derzeit in einem Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Tourismus, gesellschaftlichem Anspruchsdenken, Fachkräftemangel, globalem Wettbewerb und regionaler Zersplitterung.  Alles Hemmnisse, die dazu führen, dass sich regionale Strukturen langsam auflösen und Wertschöpfungs- und Arbeitskraft aus der Region verloren geht. Im Zeichen des Klimawandels wird es immer wichtiger, dass CO² neutrale Lebensweisen entwickelt werden. Die Verwendung von regionalem Holz, vor allem im Bauwesen und die Vermeidung von Verbrennung fossiler Ressourcen gehört zu den wichtigsten Schlüsseln, dieses für uns und unsere Nachkommen zu erreichen. Dazu ist es wichtig, dass dezentrale und regional eingebundene Strukturen erhalten und ausgebaut werden. Das Denken in Wertschöpfungsketten muss dazu entwickelt und etabliert werden. Der Holzforum Allgäu e.V. will sich dieser Aufgabe stellen, um durch gemeinsames Handeln ein identitätsstiftendes Verbundprojekt umzusetzen und die regionale Wertschöpfung zu erhalten und auszubauen.

Projektziele

  • eine verstärkte Nutzung des ökologisch und ökonomisch wertvollen Naturproduktes Holz entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Allgäu
  • Konsumenten, Fachleute, private sowie öffentliche Entscheidungsträger sollen umfassend über die Stärken und Vorteile von Holz informiert werden
  • Das Pflegen von Netzwerken und Kooperationen innerhalb und außerhalb der Wertschöpfungskette Forst-Holz
  • Das Thema Ausbildung in Schulen, auf allen Verarbeitungsebenen und im Planungsbereich forcieren
  • Durch die Aktivitäten des Holzforum Allgäu e.V. in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft Arbeitsplätze in den Regionen sichern und schaffen

Konkrete Maßnahmen

  • Aufbau einer Herkunftszertifizierung mit der Marke „AllgäuHolz“ im Rahmen der Vorgaben der Kriterien der Marke „Allgäu“
  • Gewinnung von Architekten, Bauingenieuren, Statikern und  Baugesellschaften, die regionales Holz in der Ausschreibung verlangen und/oder Holz differenziert nach Verwendung ausschreiben
  • Aufbau einer Datenbank, die alle Holzbaubetriebe mit deren gängigsten Holzbaumaßen (Länge, Querschnitt, Verwendung) erfasst
  • Aufbau einer Pool-Lösung  für Sägebetriebe, zur Vorhaltung  C- oder S-genormter Holzbaumaße
  • Errichtung eines Qualitäts-Managements innerhalb des Holzforum Allgäu e.V., das erreicht, dass alle HFA-Holzbaubetriebe ihre Nachfrage regional decken können (Herkunfts- und Qualitätszertifikat)
  • Permanente Information und Schulung aller Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette
  • Gewinnung von Mitgliedern
  • Permanente Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

 

Das Projekt ist angelegt auf drei Jahre und hat ein Finanzvolumen von fast 230.800 Euro. Gefördert wird es durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des Ländlichen Raumes (ELER).

VOILA_REP_ID=C1257B89:0041A650