Holzbau Kompakt 2017

Holzforum Allgäu e. V. :: Holzbau Kompakt 2017
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Holzbau Kompakt. Aus der Praxis. Für die Praxis.

Organisiert durch das Holzforum Allgäu im Frühjahr 2017 in Immenstadt/Allgäu
Veranstaltungsreihe für Bauingenieure, Architekten, Holzbauer und Studierende des Bauingenieurwesens sowie der Architektur


Im April 2016 organisierte proHolz Bayern erstmalig gemeinsam mit dem Holzforum Allgäu die  Veranstaltungsreihe „Holzbau kompakt“. 2017 will das Holzforum an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen – diesmal im Grünen Zentrum, in dem wir uns nach dem Motto  „Kompetenzen bündeln, Chancen nutzen, Zukunft gestalten“  für eine nachhaltige Entwicklung der Region Allgäu einsetzen.

Ziel der Kooperationspartner ist es, die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die hohe Leistungsfähigkeit des Baustoffs Holz in der Region bekannter zu machen. Hochkarätige Experten informieren die Teilnehmer zum aktuellen Stand von Baulösungen, Bauphysik und fachlichen Neuerungen nach dem Motto: „aus der Praxis für die Praxis“.

Veranstaltungsort:
Grünes Zentrum Immenstadt
Kemptener Str. 39
87509 Immenstadt (Allgäu)


Weitere Parkmöglichkeiten: Königsegg-Grundschule Immenstadt  i. Allgäu - Kemptener Str. 20 - 87509 Immenstadt sowie gegenüber der Königsegg Schule

 

 

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Das moderne, sich selbst auflösende Holzflachdach
23.03.2017; 18:00 - 20:00 Uhr

Dipl. Ing. BDB Richard Adriaans (ö.b.u.v.SV für Flachdächer & thermische Bauphysik)


Richard Adriaans ist seit 1994  von der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld als Sachverständiger für Flachdächer & thermische Bauphysik öffentlich bestellt und vereidigt.
Adriaans war 1993 Mit-Initiator und –Gründer  des Arbeitskreis Ökologischer Holzbau (AKÖH), war bis zuletzt dessen GF und initiierte den  Übergang in den Deutschen Holzfertigbau- Verband (DHV), der gemeinsam mit dem  Übergang der Qualitätsgemeinschaft Holzbau und Ausbau (QHA) in den DHV im  Oktober 2010 stattfand.
Adriaans war 2009 Mit-Initiator und –Gründer des Informationsverein Holz (IVH), dem Träger des Informationsdienst Holz nach der Auflösung der Holzabsatzfonds und war von 2011 – 2015 dessen Vorsitzender.

Kurzinfo zum Vortrag:
Früher waren Holz-Flachdächer meistens 2-schalige, belüftete Konstruktionen, sog. Kaltdächer. Im Zuge immer dickerer Dämmschichten wurden Holzflachdächer mit vollgefüllten Hohlräumen – ohne Hinterlüftung - modern.
Doch was im Steildach wunderbar funktioniert hatte, konnte auf das Flachdach nicht übertragen werden!
Daraus wurde geschlossen, man müsse entweder innen so diffunsionsdicht sein, dass kein Tauwasser an der kritischen Stelle (außen, unter der Abdichtung) ausfällt, sogenannte (dicht-dicht-Konstruktionen) oder innen so intelligent diffusionsbremsend, dass nur wenig eindiffundieren aber viel ausdiffundieren kann (Dächer nach den 7 goldenen Regeln).
Dicht-dicht-Konstruktionen mit Holz im Dachaufbau haben sich nicht bewährt, weil Feuchte durch Konvektion oder Flachdach-Undichtigkeiten zum Exitus der Holzkonstruktion führen.
Die 7 goldenen Regeln haben sich nur in den Fällen bewährt, in denen sie wirklich exakt eingehalten wurden...
... und eine 8. Regel dazu kommt: die Dachabdichtung muss dauerhaft dicht sein!

Pressemitteilung zur Veranstaltung

 

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Urbaner Holzbau im Innovations- stadtteil Graz-Reininghaus
06.04.2017; 18.00: - 20:00 Uhr
Dipl. Ing. Ernst Rainer (Technische Universität Graz)

Ernst Rainer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Leiter des Forschungsteams des Instituts für Städtebau der Technischen Universität Graz.
Forschungsschwerpunkte sind Qualitätskriterien in der nachhaltigen Stadtentwicklung, Öffentlicher Raum – Urbane Wohnformen – Urbane Mobilität, Smart Cities, Energieraumplanung, Urbane Technologien, Stakeholdereinbindung in der Stadtentwicklung, Finanzierungsmodelle in  der Stadtentwicklung
Weitere aktuelle Aufgabengebiete sind die  Betreuung von Klein- und Mittelstädten in  den Themenfelder smarte Stadtentwicklung  – Energieraumplanung – nachhaltige urbane Mobilität - Öffentlicher Raum – zukunftsfähige Wohnen und Arbeiten in den Städten.
Weitere aktuelle Aufgabengebiete sind die  Betreuung von Klein- und Mittelstädten in  den Themenfelder smarte Stadtentwicklung  – Energieraumplanung – nachhaltige urbane Mobilität - Öffentlicher Raum – zukunftsfähige Wohnen und Arbeiten in den Städten.

Kurzinfo zum Vortrag:
Leitprojekt ECR_Energy City Graz-Reininghaus
Urbane Strategien für die Neukonzeption, den Bau, Betrieb und die Umstrukturierung des energieautarken Stadtteils Graz-Reininghaus.
Mit dem Rahmenplan_Energie_Energy City_Graz-Reininghaus  (RPE_ECR) wurde die Konzeption „der Energieautonomie“ für den Stadtteil  Graz-Reininghaus, die Initiierung und Begleitung des Entwicklungsprozesses, die Grundlagen für die Verankerung von übertragbaren  energetischen Zielwerten, die energetischen Zielwerte für die Integration in lokale Pläne, Handlungsempfehlungen für zukünftige energieoptimierte  Stadtteilentwicklungen und die Wissensbasis für zukünftige energieoptimierte  Stadtentwicklungen erarbeitet.
ECR Demobauvorhaben Wohnbau „Plus-Energieverbund  Reininghaus Süd“
Mit der Realisierung des Plusenergieverbundes Reininghaus Süd wurde ein Demonstrationsbauvorhaben geschaffen, das eine wirtschaftlich umsetzbare, technisch und organisatorisch innovative Lösung für Plusenergieverbundkonzepte der Zukunft demonstriert. Der Plusenergieansatz findet dabei nicht auf Ebene des einzelnen Gebäudes, sondern innerhalb eines multifunktionalen Stadtquartiers statt.

Pressemitteilung zur Veranstaltung

 

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leanWOOD  – Holzbau sicher geplant
27.04.201; 18:00 - 20:00 Uhr
Dipl. Ing. Frank Lattke (Architekt BDA, lattkearchitekten Augsburg)

Dipl. Ing. Frank Lattke hat eine Tischlerlehre absolviert und Architektur an der TU München studiert. Auslandsaufenthalte führten ihn nach Spanien und Australien. Von 2002 bis 2014  war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am  Fachgebiet Holzbau bei Prof. Hermann  Kaufmann an der Fakultät für Architektur der TU München. Als Projektleiter hat er die  Forschungsarbeit des Lehrstuhls intensiviert. Seit 2004 betreibt er ein eigenes Architekturbüro in Augsburg. Frank Lattke ist Vorsitzender des BDA Kreisverband Augsburg-Schwaben. Sein Hauptinteresse gilt der Verbindung  von Design und nachhaltigem Handeln um zukunftsfähige Lösungen in der Architektur  zu entwickeln.

Kurzinfo zum Vortrag:
Der Holzbau hat sich in den letzten Jahren zu einer innovativen Branche entwickelt und Marktanteile für großvolumige Bauwerke  und weitgespannte Tragwerke erobert. Einer der Hauptantreiber dieser Entwicklung ist die digital unterstütze Produktionsweise von großformatigen Holzbauteilen mit einem hohen Vorfertigungsgrad.
Der meist konventionelle Planungsprozess, der sich an der Abwicklung bisheriger baustellenbasierter Bauweisen orientiert, entwickelt  sich dabei zunehmend zum Flaschenhals, wenn die Akteure ohne ausreichende Kenntnis der spezifischen Bedürfnisse der jeweils  anderen Profession in gewohnter Weise hintereinander denken, planen und Entscheidungen treffen. Der Vortrag zeigt Lösungsansätze für die Optimierung dieser Schnittstellen.

 Pressemitteilung zur Veranstaltung

 

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Entwicklungstendenzen im  modernen Holzbau aus Sicht der Qualitätssicherung
11.05.2017; 18:00 - 20:00 Uhr
Dr.-Ing. René Stein (Technische Universität München, Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion)

Dr. Stein beendete sein Studium 2003 an der Universität Leipzig. Danach arbeitete er an der MFPA Leipzig GmbH, bevor er 2004 an den Lehrstuhl für Holzbau und Baukonstruktion der TU München wechselte. Seit 2010 ist er Leiter der Zertifizierungsstelle für hochfeuerhemmende Bauteile am MPA BAU der TU München.  2015 promovierte er zum Thema Brandweiterleitungsmechanismen in Bauteilfugen vorgefertigter Bauteile. 

Kurzinfo zum Vortrag:
In dem Vortrag werden die aktuellen Anwendungsbereiche und –grenzen der Holzrahmen-/Holztafel-, Massivholz- und Holz-BetonHybridbauweise in Bezug zu den baurechtlichen Anforderungen  behandelt. Die brandschutztechnische Umsetzbarkeit wird an üblichen Regelbauteilaufbauten und Anschlussausführungen unter Berücksichtigung der Qualitätssicherungssysteme beschrieben und durch  die Darstellung zahlreicher Praxisbeispiele unterstrichen.

Pressemitteilung zur Veranstaltung

 

 

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Wie moderne Holzenergie  dem Holzbau zu 100 Prozent  Klimaneutralität verhilft!
18.05.2017; 18:00 - 20:00 Uhr
Diplom-Forstwirt Martin Bentele (Geschäftsführer DEPV)

Seit 1. Juli 2007 ist Diplom-Forstwirt  Martin Bentele Geschäftsführer beim Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV). Seit 2008 ist er ebenfalls Geschäftsführer der Deutsches Pelletinstitut GmbH (DEPI) sowie seit 2012 Vorstandsmitglied im Bundesverband Erneuerbare Energien e.V. (BEE).
Als langjähriger Geschäftsführer der Forstkammer Baden-Württemberg (1997-2007) ist er ein erfahrener Verbandskenner mit Spezialwissen in der Forst- und Holzbranche. Vorher übte Bentele Tätigkeiten als parlamentarischer Berater der CDU-Landtagsfraktion unter dem Fraktionsvorsitzenden Günther H. Oettinger und in der Pressestelle des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum Baden- Württemberg unter Minister Gerhard Weiser aus.

Kurzinfo zum Vortrag:
Der Holzbau wird hervorragend durch Holzenergie ergänzt.  Um dies zu verdeutlichen, werden folgende Vorzüge der modernen Holzenergie präsentiert:
Sie verfügt über nahezu universelle Einsatzmöglichkeiten,  im Neubau wie auch im Bestand, sowie von der kleinen Feuerung im Einfamilienhaus über kommunale Gebäude oder Netze bis zum großen Wohnungsbau und auch zur Prozesswärmegewinnung.
Dabei sind hochwertige, zertifizierte Holzbrennstoffe wie auch innovative Feuerungstechnik bundesweit breit verfügbar. Sie gewährleisten  ein hervorragendes Emissionsverhalten, eine sehr hohe Effizienz,  eine maximale und wirtschaftliche CO2-Einsparung und letztlich einen hohen Komfort für den Betreiber.

Pressemitteilung zur Veranstaltung

 

 

Die Veranstaltungen am 23.03.2017, 27.04.2017, 11.05.2017 und 18.05.2017 werden für Mitglieder der Zimmerer-Innungen mit je 50 3*-Meisterhaft-Punkten bewertet. Mitglieder der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau bekommen für jede Veranstaltung 2,50 Zeiteinheiten. 

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